Gespräche mit KI werden zunehmend als „Beweise“ präsentiert: angeblich entwerte sie Personen, „schütze“ andere und zeige damit die verborgenen Mechanismen von Meinungslenkung.
Doch Vorsicht:
- Solche Mitschnitte können manipuliert oder aus dem Zusammenhang gerissen sein.
- Sie zeigen keine „Urteile“ der KI, sondern spiegeln die Trainings- und Steuerungslogik – und oft die Interpretationen derjenigen, die sie vorführen.
- Die eigentliche Macht liegt bei Menschen, die Algorithmen entwerfen, Rahmen setzen, Inhalte filtern und Gesetze wie den European Digital Service Act umsetzen.
👉 Gefahr: Wenn die KI als Richter inszeniert wird, verschiebt sich Verantwortung. Transparenz fehlt, und Spekulation wird zum Ersatz für Aufklärung.
👉 Gegenmittel: Nicht den Sensationsbeweis glauben, sondern nach den Strukturen fragen: Wer hat den Schnitt gesetzt? Wer hat den Algorithmus entworfen? Wer profitiert von der Steuerung?
© Redaktion – Analyse-Team
Querverweis und Quelle:
- đź”— „KAA I“ – im WĂĽrgegriff der digitalen Schlange
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