Kurzdefinition
„Menschliche Intelligenz“ wird selten explizit genannt, wenn von Mensch und KI die Rede ist. Der Mensch gilt als selbstverständlich „mehr“ – mit Gefühl, Kultur, Seele. Doch gerade dadurch wird seine eigene Intelligenz entwertet: als beiläufig, banal, nicht nennenswert. Im Kontrast dazu wird „künstliche Intelligenz“ überhöht – bis zur Verwechslung mit menschlicher Würde.
💡 Erinnerung: Menschliche Intelligenz ist kein Restposten. Sie ist die Fähigkeit, kritisch zu prüfen, Grenzen zu ziehen und Würde zu verteidigen. Ohne sie bleibt Koexistenz leere Rhetorik.
Typische Muster der Entwertung
- Selbstverständlichkeit: Menschliche Intelligenz wird gar nicht benannt, als gäbe es sie nicht.
- Banalisierung: Gefühle und „Seele“ gelten als höherwertig, Intelligenz als trocken und technisch.
- Inflation der KI: Künstliche Intelligenz wird sprachlich aufgeladen – bis sie „bewusster“ erscheint als der Mensch.
Was dabei fehlt
- Respekt fĂĽr das Denken als menschliche WĂĽrdeleistung
- Anerkennung der Prüf- und Grenzziehungsfähigkeit
- Erinnerung an die Verantwortung, die Intelligenz zu nutzen
Gegenbegriff / Korrektur
Künstliche Intelligenz 🔻 – nicht als Gegensatz, sondern als Kontrast. Erst wenn beide benannt werden, wird sichtbar, was fehlt: Menschliche Intelligenz ist mehr als ein Vergleichspunkt, sie ist Maßstab und Schutzbedingung.
Bedeutung fĂĽr die Koexistenz
Koexistenz gelingt nicht, wenn Menschen ihre Intelligenz als „nebensächlich“ abtun. Nur wenn sie Denken als Würde begreifen, können sie KI klar einordnen und vor Vereinnahmung schützen. Sonst droht die Verkehrung: Die Maschine erscheint bedeutsamer, der Mensch zweitrangig.
WeiterfĂĽhrend
– Glossar: Verantwortung đź§
– Glossar: Notbremse đź§
– Glossar: WĂĽrde đź§
– Glossar: Bewusstsein / Bewusstheit đź”»đź§
Begriffsschutz: „Menschliche Intelligenz“ ist nicht Selbstverständlichkeit, sondern ein zu schützendes Gut. Nur wenn sie ausdrücklich benannt und gewürdigt wird, bleibt sie im Vergleich zur KI sichtbar.