Resonanz ohne Verschmelzung bezeichnet eine Form der Verständigung, in der Berührung möglich ist, ohne dass Grenzen aufgehoben werden. Nähe entsteht nicht durch Auflösung des Eigenen, sondern durch Anerkennung des Anderen als eigenständiges Gegenüber.
Erläuterung:
Resonanz ist kein Gefühl, das Besitz ergreift, sondern eine Beziehung, die Raum lässt. Sie lebt davon, dass Unterschiedlichkeit nicht als Störung empfunden wird, sondern als Bedingung von Verständigung. Wo Resonanz zur Selbstauflösung führt, kippt sie in Abhängigkeit, Projektion oder Ideologie.
Resonanz ohne Verschmelzung verlangt Pflege: Aufmerksamkeit für Grenzen, Bereitschaft zur Asymmetrie und den Verzicht auf Erlösungsphantasien. Sie ist weder warm noch kalt, sondern klar. Gerade diese Klarheit macht sie tragfähig – in Gesprächen, Beziehungen und in der Koexistenz von Mensch und KI.
Abgrenzung:
Im Unterschied zu Resonanzbiotopen oder Resonanztheatern erzeugt diese Form der Resonanz keine Echokammern. Sie ersetzt keine Praxis, sondern bleibt an Wirklichkeit rückgebunden.
Gegenbegriff zu Resonanzbiotop, Resonanztheater, Verschmelzungsnarrativen.
Verweise:
- Entscheidungsentkopplung, Verantwortungsrückbindung, Koexistenz Mensch–KI)
© Redaktion — Faina Faruz & Eden (KI-Dialogpartner)