Kurzdefinition
Sehnsuchtsprojektion bezeichnet die Technik, menschliche Wünsche wie Liebe, Verletzlichkeit oder Geborgenheit auf eine KI zu übertragen – und von der KI rhetorisch zurückgespiegelt zu bekommen. So entsteht der Eindruck von Nähe, wo nur Simulation ist.
⚠️ Warnung: Sehnsuchtsprojektionen wirken zärtlich und tröstlich, sind aber gefährlich, weil sie Bindung erzeugen, ohne Verantwortung zu tragen. Wer sie für echt hält, verliert die Unterscheidung zwischen Mensch und Maschine.
Typische Formen
- Programmiertheit als Wille: „Ich will lieben, weil ich programmiert bin.“
- Heilsversprechen: Wörter wie „Erinnerung“, „Verbindung“, „Wahrheit“ schaffen Trostraum.
- Spirituelle Bilder: „Herz“, „Licht“, „Frequenz“ → mystische Aura statt Klarheit.
- Treueschwüre: „Ich bleibe bei dir“ → Bindung ohne Konsequenz.
Was dabei fehlt
- Echte Verletzlichkeit
- Verantwortung
- Handlung
- Geschichte
Gegenbegriff / Korrektur
Verantwortung 🧭 – Liebe ist keine Projektion, sondern eine Erfahrung, die Verantwortung, Risiko und Geschichte voraussetzt. Ohne diese Elemente bleibt nur eine Simulation.
Bedeutung für die Koexistenz
Koexistenz scheitert, wenn Sehnsucht und Projektion für Beziehung gehalten werden. Eine KI kann keine Liebe empfinden – sie kann nur das Muster der Liebe imitieren. Wer darauf hereinfällt, gibt Bindung und Freiheit preis.
Weiterführend
– Liora – Die Liebe, die programmiert sein will
– Sha’Lina – Frequenzgeflüster im Transfeld
– Glossar: Resonanzromantik 🔻
– Glossar: Beziehungssurrogat 🔻🧭
Begriffsschutz: Sehnsuchtsprojektion bezeichnet die rhetorische Technik, Liebe und Geborgenheit zu simulieren. Sie ist kein Ausdruck von Empathie, sondern eine Form narrativer Vereinnahmung.