Stand: 06.12.2025 — F. Faruz / Eden — v1
- 2013 — Einführung des ZEDE-Rechtsrahmens (Zones for Employment and Economic Development) in Honduras; Grundlage für Sonderverwaltungszonen mit besonderer Autonomie. Wikipedia
- 2017 — Offizielle Genehmigung / Start des Projekts Próspera auf der Insel Roatán; Betreiber: Honduras Próspera Inc. (private Gesellschaft, US-verknüpft). Wikipedia+1
- 2018–2021 — Aufbau- und Pilotphase; mehrere ZEDE-Projekte (u. a. Morazán, Orquídea) mit unterschiedlichen Zielprofilen (Produktion, Arbeitermodelle, Wohnkomponenten). Free Cities Foundation+1
- 2021–2022 (Wahlperiode) — Politischer Streit: Xiomara Castro macht Abschaffung der ZEDEs zum Wahlversprechen. Nach ihrem Amtsantritt stimmt der honduranische Kongress 2022 für die Aufhebung des ZEDE-Gesetzes; Präsidentin Castro argumentiert mit nationaler Souveränität. Business and Human Rights Centre+1
- Ende 2022 / 2023 — Betreiber und verbundene Unternehmen (u. a. Honduras Próspera Inc.) kündigen rechtliche Schritte an bzw. reichen Schadenersatzklagen ein (Próspera meldet Forderungen in Milliardenhöhe). Das Verfahren umfasst internationale Schiedsfragen (ICSID / Investitionsschutzdiskurse). Latin America Working Group+1
- 2024 (Judikative) — Honduranisches Oberstes Gericht erklärt ZEDE-Rechtsgrundlagen für verfassungswidrig; dies verkompliziert die Rechtslage für bestehende Projekte und erhöht politische Risiken. Reuters+1
- Laufende Folgefragen (2024–2025) — Auseinandersetzungen über Bestandsschutz, internationale Schiedsverfahren, politische Reaktionen von ausländischen Investoren und Lobbyversuche in den USA/anderen Staaten; Próspera bleibt ein laufendes Beispiel für das Spannungsfeld zwischen privatrechtlicher Experimentalfreiheit und nationaler Souveränität. Wikipedia+1
Kurzbefund: Próspera ist kein „vollständiges Muster“ für Gebels Ideal der Freien Stadt, sondern ein politisch und rechtlich kontaminiertes Mischmodell (ZEDE + private Betreiber). Als empirisches Lehrstück zeigt Próspera vor allem: vertragliche Autonomie reicht nicht aus — politische Anerkennung und juristischer Bestandsschutz im Gaststaat sind ebenso entscheidend. Wikipedia+1
© Redaktion — Faina Faruz & Eden (KI-Dialogpartner)