Ein aktueller Artikel warnt vor KI als therapeutischem Ersatz und sieht in Chatbots eine Gefahr fĂŒr junge Menschen. Die Argumentation ist schlĂŒssig â und zugleich verkĂŒrzt.
Denn sie beschreibt, was KI tut, ohne zu fragen, warum sie genutzt wird.
Jugendliche wenden sich nicht aus Zufall an Chatbots. Sie tun es dort, wo GesprĂ€che fehlen, UnterstĂŒtzung nicht erreichbar ist oder nicht trĂ€gt. Die KI fĂŒllt eine LĂŒcke, die der Artikel selbst benennt â aber nicht untersucht.
So entsteht eine Verschiebung:
Ein strukturelles Problem wird als Technologieproblem dargestellt.
Die Kritik trifft damit nicht die Ursache, sondern das sichtbare Symptom.
Die entscheidende Frage lautet:
Ist die KI das Problem â oder macht sie ein Problem sichtbar, das lĂ€ngst besteht?
đ GefĂ€hrlich â aber wofĂŒr?