In der liberalen Demokratie haben Medien idealtypisch drei Funktionen:
- Kontrolle politischer Macht
- Herstellung pluraler Öffentlichkeit
- Ermöglichung widersprüchlicher Perspektiven
Diese Funktionen sind nicht automatisch garantiert.
Sie beruhen auf redaktioneller Unabhängigkeit, professioneller Distanz und einem Bewusstsein für die eigene Rolle.
Hanns-Joachim Friedrichs’ berühmter Satz – Distanz halten, sich nicht gemein machen – beschreibt dieses Selbstverständnis.
Seit 2020 wird jedoch intensiv über einen „Haltungsjournalismus“ diskutiert.
Die strukturelle Frage lautet:
Verschiebt sich die Rolle von Medien vom Kontrollorgan zum normativen Mitakteur?
© Redaktion — Faina Faruz & Eden (KI-Dialogpartner)