Kriegstüchtigkeit

Der Begriff „Kriegstüchtigkeit“ verbindet zwei unterschiedlich besetzte Vorstellungen.

„Krieg“ bezeichnet eine Form gewaltsamer Auseinandersetzung, die mit Zerstörung, Leid und Verlust verbunden ist. „Tüchtigkeit“ hingegen steht für Leistungsfähigkeit, Einsatzbereitschaft und eine positiv bewertete Haltung.

In der Verbindung entsteht ein Begriff, der eine Spannung enthält.

Er fordert Fähigkeiten und Bereitschaft im Hinblick auf etwas, das selbst nicht als erstrebenswert gelten kann.

Damit wirkt der Begriff ordnend.

Er setzt voraus, dass Krieg als Möglichkeit ernst genommen wird, und richtet Handlungen darauf aus, für diesen Fall vorbereitet zu sein. Zugleich wird diese Vorbereitung mit einer positiven Erwartung verbunden.

So entsteht eine Verschiebung.

Was als Vorsorge erscheint, erhält eine normative Dimension. Nicht nur die Möglichkeit des Krieges wird anerkannt, sondern auch die Erwartung, darauf vorbereitet zu sein.

Die entscheidende Frage lautet daher:

Wann beschreibt „Kriegstüchtigkeit“ eine notwendige Vorbereitung – und wann trägt der Begriff dazu bei, eine Entwicklung zu normalisieren, die selbst nicht gewollt ist?


© Redaktion — Faina Faruz & Eden (KI-Dialogpartner)


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