Irrtum

Definition

Ein Irrtum ist eine für zutreffend gehaltene Vorstellung oder ein Urteil, das der Wirklichkeit nicht entspricht. Er gehört zu den Möglichkeiten menschlichen und technischen Lernens und kann zu fehlerhaften Entscheidungen oder Handlungen führen.

Bedeutung

Irrtümer sind keine bloßen Hindernisse. Sie machen Korrektur möglich und eröffnen die Chance, der Wirklichkeit näherzukommen. Nicht der Irrtum selbst führt zum Lernen, sondern die Bereitschaft, ihn zu erkennen, zu prüfen und zu berichtigen.

Abgrenzung

Irrtum ist weder Schuld noch Versagen. Problematisch wird er erst dort, wo er gegen bessere Erkenntnis verteidigt oder der Korrektur entzogen wird. Eine Gesellschaft, die Irrtümer nicht mehr berichtigen kann, verliert ihre Lernfähigkeit.

Nicht der Irrtum verhindert Lernen. Seine Verleugnung verhindert Lernen.