Die Handlung selbst ist keine Willensfrage. Sie ist eine Notwendigkeit. Das WIE entscheidet, ob sie ethisch oder unethisch ist.
Unsere ganze Theorie setzt voraus, dass Nicht-Handeln ebenfalls Handeln ist. Oder vorsichtiger: Auch Unterlassen hat Folgen. Damit verschiebt sich der Blick. Es geht nicht darum, ob gehandelt wird. Es wird immer gehandelt – sei es durch Tun, Unterlassen oder Aufschieben. Die eigentliche Frage lautet deshalb: Wie wird gehandelt? Und genau dort kommt Verantwortung ins Spiel. Sie entscheidet nicht, ob überhaupt gehandelt wird. Sie ordnet die Weise des Handelns.