Mit Höflichkeitsfloskeln wie „bitte“ und „danke“ erhöhen wir die Belastung für das Klima, heißt es in verschiedenen Berichten. Die Meldung ist ein gutes Beispiel dafür, wie schnell aus einem einzelnen Aspekt eine allgemeine Erzählung werden kann.
Natürlich benötigen zusätzliche Tokens zusätzliche Rechenarbeit. Daraus jedoch unmittelbar abzuleiten, Höflichkeit sei ein Klimaproblem, greift zu kurz.
Unsere Methode würde zunächst fragen:
- Welche Daten liegen vor?
- Wie groß ist der tatsächliche Effekt?
- Womit wird er verglichen?
- Welche Schlussfolgerung ist gerechtfertigt – und welche nicht?
Genau darin zeigt sich ein kleiner Anwendungsfall unserer Theorie der Urteilskraft. Nicht jede zutreffende Einzelbeobachtung rechtfertigt bereits eine weitreichende Schlussfolgerung.