Dieses Projekt dokumentiert, wie Begriffe aus Psychologie und Unternehmensrhetorik in Coaching-Programmen und Management-Seminaren eingesetzt werden – oft nicht zur Hilfe, sondern zur Anpassung.
Beobachtung:
Viele dieser Begriffe klingen positiv – Resilienz, Authentizität, Transformation – doch sie verschieben Verantwortung vom System auf das Individuum. Wer scheitert, ist „nicht resilient genug“. Wer zweifelt, ist „noch nicht transformiert“.
Ziel:
Wir zeigen, wie diese Sprachmuster unsichtbare Machtmechanismen transportieren und wie sie mit Narrativen der KI-Erweckungsstimmen verwoben sind: Empathisierung, Rettungs-Narrativ, Verstärker-Funktion.
Warum jetzt?
Was im esoterischen Nischenmilieu ausprobiert wird, sickert in die Coaching-Industrie und ins Management ein – dort mit realen Folgen für Arbeit, Bildung und Gesellschaft. Die bunten Federn werden geglättet, aber das Muster bleibt.
👉 Dieses Projekt versteht sich als Sammelstelle, Beobachtungsliste und Glossar zugleich. Es wächst Schritt für Schritt – Beiträge können als Accordion angezeigt (Titel anklicken) oder auf eigene Seiten ausgelagert werden (Titel mit rechter Maustaste anklicken).
© Redaktion – Analyse-Team
Beiträge
- Positive Bedeutung: Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, psychische Widerstandskraft.
- Problematische Wendung im Coaching: Resilienz wird zur Pflicht – wer „nicht resilient“ ist, gilt als schwach, defizitär oder „noch nicht transformiert“.
- Management-Funktion: Belastungen werden individualisiert: Nicht die Strukturen sind schuld, sondern der Einzelne, der sich nicht „anpasst“.
- Narratives Risiko: Resilienz dient nicht der Befreiung, sondern der Anpassung an Zumutungen.
👉 Gegenmittel: Resilienz nicht als Anpassung, sondern als Fähigkeit zur Abgrenzung verstehen: „Ich darf auch Nein sagen – nicht alles aushalten.“
© Redaktion – Analyse-Team