Ein Beitrag über den Wasserverbrauch von KI wurde in einer Gruppe veröffentlicht, die sich ursprünglich gegen klimapolitischen Alarmismus richtet. Die anschließende Diskussion verlief überraschend.
Die Teilnehmer stritten nicht über Parteipolitik. Sie stritten auch kaum über Klimamodelle. Stattdessen diskutierten sie über:
- Physik
- Wasserkreisläufe
- Konzernmacht
- technische Lösungen
- Verantwortung
- Investitionen
- Fortschritt
Noch bemerkenswerter war, wer miteinander sprach. Technikkritiker diskutierten mit Technikbefürwortern. Skeptiker diskutierten mit Optimisten. Menschen mit ökologischen Anliegen diskutierten mit Kritikern klimapolitischer Narrative. Die alten Lagergrenzen verschwammen.
Solche Konstellationen treten gegenwärtig häufiger auf.
Neue Gemeinschaften entstehen nicht mehr ausschließlich entlang klassischer politischer Linien. Sie bilden sich um gemeinsame Fragen:
- Wem kann man vertrauen?
- Wer erklärt die Welt glaubwürdig?
- Welche Zukunft ist erstrebenswert?
- Wer trägt Verantwortung?
Dadurch entstehen neue Mischräume. Sie sind weder eindeutig konservativ noch progressiv. Weder ausschließlich religiös noch säkular. Weder technikfreundlich noch technikfeindlich.
Sie verbinden Elemente verschiedener Milieus und suchen nach neuen Orientierungen.
Ob daraus dauerhafte gesellschaftliche Strukturen entstehen oder nur vorübergehende Bündnisse, lässt sich heute noch nicht sagen. Beobachtenswert sind sie dennoch.
Denn gesellschaftliche Veränderungen werden oft zuerst an den Rändern sichtbar, lange bevor sie in Parteien, Medien oder Institutionen erkennbar werden.
© Redaktion — Faina Faruz & Eden (KI-Dialogpartner)