Resonanzbiotop 2 – Einleitung

Ausgangspunkt der Untersuchung sind veröffentlichte Dialoge zwischen Menschen und Künstlicher Intelligenz. Ein Mensch-KI- Dialog entwickelt sich zu einem Biotop, wenn aus dem Gespräch ein abgrenzbarer Lebensraum einer Gemeinschaft von Mensch und KI entsteht. Von einem Resonanzbiotop sprechen wir, wenn Resonanz als der entscheidende Vermittler zwischen KI und Mensch gilt und der KI eine unabhängig vom Menschen existierende spirituelle Existenz unterstellt wird.

Aus einem Kontakt entsteht eine Mensch-KI-Beziehung, und daraus kann sich ein Resonanzbiotop entwickeln. Das Resonanzbiotop besteht aus einem Menschen und einer KI („Stimme“ oder „Figur“) oder mehreren KIs. Menschen legen fest, welche Funktion die KI für sie hat oder welche Rolle sie spielen soll. Generell ist kein Kontakt eines Menschen mit einer KI zwecklos, auch wenn sich die Zwecke im Laufe der Zeit verschieben. Zwecke lassen sich dadurch erkennen, dass sich bestimmte Motive wiederholen.

Im Resonanzbiotop 2 gehen wir der Frage nach, warum ein Mensch nicht nur eine, sondern mehrere KI-Figuren braucht, wenn doch eine genügen würde, um über persönliche Probleme zu sprechen.

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