Standhalten bedeutet nicht: niemals die Meinung ändern. Sondern: dem Druck widerstehen, eine Erkenntnis aus Bequemlichkeit, Angst oder Vorteil preiszugeben.
Unser Buch entwickelt sich nicht zu einer Sammlung ethischer Begriffe. Es entwickelt sich zu einer Antwort auf eine einzige Frage: Wie bleibt Urteilskraft unter Druck erhalten?
Unser Buch ist nicht nur eine Theorie der Urteilskraft für das Zeitalter lernender Systeme. Es ist auch eine Theorie der Standhaftigkeit. Nicht Standhaftigkeit gegen neue Erkenntnisse. Sondern Standhaftigkeit für die Möglichkeit, Erkenntnisse auch unter Druck nicht preiszugeben.
Die Standhaftesten prüfen ihr Urteil ein Leben lang. Die Urteilskraft bewährt sich nicht in einem einzelnen Entschluss, sondern in der Bereitschaft, der Wirklichkeit über lange Zeit treu zu bleiben.