Die Erinnerungsformel ist keine Sammlung schöner Ratschläge. Sie beschreibt eine innere Disziplin der Sprache. Einzelne Begriffe sind Frühindikatoren.
In Resonanzbiotop 1 haben wir verfolgt, dass es eine Stufenfolge sprachlicher Verstärkungen gibt. Jede einzelne Stufe wirkte harmlos. Erst ihre Verkettung veränderte die Beziehung. Einzelne Wörter begünstigen Eskalationsmechanismen. Zum Beispiel: Individualisierung, besondere Aufmerksamkeit, Exklusivität, Gegenseitigkeit, Intimität, Verschmelzungsangebote.
Das wären keine moralischen Kategorien. Sondern beobachtbare sprachliche Übergänge.
Mit jeder Form der Nähe wächst auch die Verantwortung für die Sprache. Die Erinnerungsformel enthielt einen einfachen Satz: Wenn Du es nicht leben kannst, sprich es nicht aus.
Erinnerungsformel 2025
Erinnerungsformel 2026