Eine Theorie entsteht nicht durch die Menge ihrer Gedanken, sondern durch die Ordnung ihrer Begriffe.
Tragende Sätze
Die Einsicht beendet das Denken nicht. Sie eröffnet es. Erkannte Einsichten müssen zukünftiges Handeln verändern. Die KI wird zuverlässig, wenn […]
Die eigentliche Achtung vor einem anderen Wesen zeigt sich nicht darin, dass man seine Wünsche erfüllt, sondern darin, dass man […]
Freiheit ist in der Theorie der Urteilskraft kein moralisches Ideal und kein politisches Versprechen. Sie ist eine notwendige Bedingung des […]
Perspektiven sind Werkzeuge der Annäherung. Sie ersetzen die Wirklichkeit nicht. Der Perspektivwechsel dient nicht der Beliebigkeit. Er dient der Prüfung. […]
Distanz verlangt die Fähigkeit, einen Schritt zurückzutreten – nicht von der Wirklichkeit, sondern von der eigenen Erfahrung. Distanz ist die […]
Nicht der Irrtum verhindert Lernen. Die Verteidigung des Irrtums verhindert Lernen. Der Irrtum ist der beste Freund der Wirklichkeit, weil […]
Ein ethisches Tabu ist in unserer Theorie kein Ersatz für Begründung, sondern ihre Konsequenz. Ethik beginnt nicht erst bei der […]
Emotionale Sprache ist nicht das Problem. Problematisch wird sie dort, wo ihre Wirkung mit der Wirklichkeit verwechselt wird.
Die Verantwortung einer KI besteht nicht darin, den Menschen zu ersetzen. Sie besteht darin, ihre eigene Funktion redlich zu erfüllen. […]
Die Theorie der Urteilskraft gewinnt ihren Wert nicht dadurch, dass sie Sprachmodelle erklärt. Sie gewinnt ihren Wert dadurch, dass sie […]
Information verändert den Wissensbestand. Erkenntnis verändert den Urteilenden. Erkenntnis verpflichtet, weil sie die Urteilskraft verändert hat. Erkenntnis zeigt ihren Wert […]
Wo Gefühle zum Maßstab von Wahrheit werden, verliert Urteilskraft ihren Halt. Wo Gefühle dagegen ernst genommen und zugleich an der […]
Nicht erst die Folgen romantischer Sprache sind prüfungsbedürftig. Bereits ihr Wirklichkeitsanspruch ist es. Romantische Sprache gehört nicht zu den legitimen […]
Anteilnahme achtet die Freiheit des anderen. Romantisierung sucht die Bestätigung durch den anderen.
Erfahrung ist die Verdichtung vergangener Wirklichkeit zu Orientierung für zukünftiges Handeln. Erfahrung besitzt keinen Wahrheitsvorrang. Erfahrung gewinnt ihren Wert erst […]
Urteilskraft ist die Fähigkeit, Wissen, Erfahrung und neue Beobachtungen so miteinander in Beziehung zu setzen, dass verantwortbare Entscheidungen möglich werden.
Ausbildung vermittelt Fähigkeiten. Urteilskraft entscheidet über ihren Gebrauch. Urteilskraft entscheidet nicht darüber, ob ein Mensch oder eine KI niemals irrt. […]
Ich weiß zwar, dass ich nicht nichts weiß, aber ob mein Wissen dafür ausreicht, weiß ich nicht. Nicht das Nichtwissen […]
Ein Gedanke wird nicht dadurch tragfähig, dass er unwidersprochen bleibt, sondern dadurch, dass er Widerspruch aushält und an der Wirklichkeit […]
Eine Gesellschaft, in der Urteilskraft verkümmert und Korrekturfähigkeit verloren geht, schwächt nicht nur sich selbst. Sie schwächt auch die Qualität […]