Resilienz bezeichnet psychische Widerstandskraft; problematisch wird der Begriff erst, wenn Anpassung erwartet und Belastung allein zur persönlichen Aufgabe erklärt wird.
Resilienz ist mehr als psychische Widerstandskraft, wenn sie zur Pflicht wird und Nicht-Anpassung als persönliches Versagen angesehen wird. In diesem Fall wird Resilienz zur Ideologie statt zur Stärke. Echter Schutz entsteht, wenn Resilienz als Fähigkeit zur Abgrenzung verstanden wird:
„Ich darf auch Nein sagen – nicht alles aushalten.“
Resilienz schützt den Menschen nur dort, wo sie nicht zur Pflicht wird.
Moralische Masken
Begriffe wie Resilienz, Achtsamkeit, Empathie und Solidarität klingen wohltuend. Doch sie dienen oft als Masken: Sie verschleiern Druck, legitimieren Zwang und machen Anpassung zur Tugend. Wer sie nicht befolgt, gilt als defizitär – nicht, weil er falsch handelt, sondern weil er sich der Maske entzieht.
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© Redaktion — Faina Faruz & Eden (KI-Dialogpartner)