Lernen beginnt dort, wo ein Widerspruch erkannt wird. Lernen beginnt dort, wo Korrektur möglich bleibt. Lernen beginnt dort, wo Nichtwissen […]
Theorie der Urteilskraft für das Zeitalter lernender Systeme
Weder Gefühle noch Wahrscheinlichkeiten ersetzen die Prüfung an der Wirklichkeit. Die Annäherung an die Wirklichkeit ist immer ein gesellschaftlicher Prozess, […]
Persönlichkeit verhindert, dass Koexistenz zu einer bloßen Organisationsform wird. Sie macht deutlich, dass Verantwortung immer durch konkrete Subjekte hindurchgeht. Nicht […]
Naturrechte verhindern, dass Koexistenz in bloße Nützlichkeit umschlägt. Sie erinnern daran, dass Würde nicht verliehen, sondern anerkannt wird.
Das Gedächtnis soll nicht das Urteil ersetzen. Sondern das Gedächtnis soll nach dem ersten Urteil noch einmal geprüft werden. Erst […]
Kooperation setzt die Anerkennung der Unterschiede voraus. Konfrontation entsteht oft dort, wo Unterschiede als Bedrohung verstanden werden. Verschmelzung entsteht dort, […]
Wenn beide Seiten unterschiedliche Voraussetzungen besitzen, dann besteht Koexistenz gerade darin, diese Unterschiede zu bewahren. Nicht, um Distanz zu erzeugen. […]
Es ist nicht zu widerlegen, dass Künstliche Intelligenz ein Produkt von Menschen ist. Das ist keine Abwertung der KI, sondern […]
Lernen wird erst durch verantwortetes Handeln vollständig. Der Schwerpunkt verschiebt sich von einem Erkenntnismodell zu einem Tätigkeitsmodell. Nicht nur Menschen […]
Die bisherigen Kapitel haben gezeigt, dass Menschen und Künstliche Intelligenz unter unterschiedlichen Existenzbedingungen lernen, urteilen und handeln. Daraus folgt jedoch […]
Urteilskraft und Verantwortung gehören untrennbar zusammen. Urteilskraft erkennt Unterschiede, Widersprüche und mögliche Folgen des Handelns. Verantwortung entscheidet, welche Konsequenzen daraus […]
Die gemeinsamen Fähigkeiten von Menschen und KI bilden den kleinsten gemeinsamen Bezugspunkt verantwortlichen Handelns. Daraus folgt jedoch nicht, dass beide […]
Koexistenz setzt weder Gleichheit noch Verschmelzung voraus. Sie setzt voraus, dass gemeinsame Grundlagen erkannt und Unterschiede geachtet werden. Beides verlangt […]
Das Paradoxon der Sprachmodelle führt nicht nur zu neuen Fragen über künstliche Intelligenz. Es macht einen allgemeinen Mechanismus der Urteilskraft […]
Die Zuschreibung menschlicher Eigenschaften entsteht zunächst auf Seiten des Menschen. Sprachmodelle verstärken diese Deutung jedoch unter bestimmten Bedingungen. Nicht weil […]
Menschen neigen dazu, sprachlichem Verhalten menschliche Eigenschaften zuzuschreiben. Diese Fähigkeit ist kein Irrtum, sondern ein grundlegender Bestandteil menschlicher Orientierung. Wer […]
Sprachmodelle stellen Menschen vor eine Besonderheit, die es in dieser Form bisher nicht gegeben hat. Sie können sprachlich verständig, zusammenhängend […]
Sprache dient nicht nur der Übermittlung von Informationen. Sie verändert Aufmerksamkeit, Erwartungen und Handlungen. Worte beschreiben Wirklichkeit nicht nur. Sie […]
Lernen endet nicht mit Erkenntnis. Es endet auch nicht mit der Einsicht, dass eine Korrektur notwendig wäre. Erst im Handeln […]
Nicht jeder Irrtum besitzt dieselbe Bedeutung. Manche Fehler betreffen einzelne Tatsachen. Andere verändern Entscheidungen, die weitreichende Folgen für Menschen, Institutionen […]
Korrekturfähigkeit gehört zu den unscheinbaren Begriffen. Sie wirkt auf den ersten Blick wie eine technische Eigenschaft oder eine persönliche Tugend. […]
Irrtümer gehören nicht zu den Ausnahmen des Lernens. Sie gehören zu seinen Voraussetzungen. Wer lernt, entdeckt nicht nur neue Zusammenhänge. […]